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Landesdialog „Grüne Gewerbegebiete in MV – Nachhaltige Entwicklung in Gewerbegebieten“

Um die nachhaltigen Entwicklung von Gewerbestandorten im Rahmen des Landesdialogs „Grüne Gewerbegebiete“ zu fördern, hat das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung MV drei Potenz­ial­studien, unter anderem in Hagenow, initiiert. Für die Durchführung der Potenzial­studien wurde das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) beauftragt. Das Ziel des Vorhabens ist es, Handlungsoptionen für die ansässigen Unternehmen aufzuzeigen, insbesondere in den Bereichen Energieversorgung, Ressourceneinsatz, E-Mobilität, und Flächenmanagement. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Entwicklung von industriellen Symbiosen, welche die Kooperation und Erschließung von Synergien im Sinne des Energie- und Stoffstrommanagements zwischen einzelnen Unternehmen forciert. Schließlich werden die ausgearbeiteten Handlungs­empfehlungen ökonomisch und ökologisch bewertet, um die Umsetzbarkeit für die Unternehmen sowie den positiven Beitrag zum Klimaschutz zu gewährleisten.

 

Das Projekt in Hagenow startete am 06. März 2019 mit der Auftaktveranstaltung, an der 32 Personen der ortsansässigen Unternehmen sowie der Stadt und des Ministeriums teilgenommen haben. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Kampagne „MVeffizient“ (Energieeffizienz in der Tourismus-, Ernährungs- und Gesundheitsbranche) sowie das Projekt „G³ – Grünes Gewerbe Gebiet“ mit den Schwerpunkten nachhaltige Entwicklung von Gewerbestandorten und die Umsetzung von Energie­effizienz­maßnahmen präsentiert. Die Teilnehmer des ersten Gewerbedialogs in Hagenow hatten die Möglichkeit sich über die Fördermittel von Land, Bund und EU in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz zu informieren. Außerdem wurde von Herrn Tobias Gruben (IfaS) das Projekt der nachhaltigen Entwicklung von Gewerbestandorten in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt.

Um die Unternehmen kennenzulernen, ihre Handlungsoptionen im Bereich Energie-, Ressourcen-, Mobilitäts- und Flächenmanagement zu eruieren, und Ansätze für die Entwicklung von Synergie­potenzialen zu identifizieren, führte das IfaS im Zeitraum von März bis April 14 Begehungen der lokalen Unternehmen durch. Außerdem fanden zwei Sitzungen der Steuerungsgruppe statt, während derer das Vorgehen, erste Ergebnisse und weitere Schritt im Rahmen des Projekts besprochen wurden. Im Rahmen dieser Veranstaltungen und Dialoge ermöglichten die Diskussionen die Entwicklung von Projektideen zur nachhaltigen Entwicklung des Gewerbestandortes in Hagenow und initiierten gleichzeitig eine verstärkte Vernetzung der Akteure untereinander.

Anhand der Begehungen wurden Kurzberichte für die Unternehmen in Form von Graphiken und skizzierten Ansätzen erstellt, die den Unternehmen ihre inner- und überbetrieblichen Potenziale sowie Einsparmöglichkeiten aufzeigen. Die Ergebnisse der einzelnen Unternehmen bilden wiederum die Basis der Potenzialanalyse des gesamten Gewerbegebiets, um Industrielle Symbiose und Vernetzung der Unternehmen insbesondere im Hinblick auf stoffliche und Energieversorgung zu ermöglichen. Im Rahmen der Gewerbegebietsanalyse wird eine Energie-, Ressourcen-, sowie Treibhausgasbilanz ermittelt und mögliche Szenarien der Umsetzung und Weiterentwicklung des Gebiets aufgestellt. Am Ende der Planungsphase wird eine Abschlussveranstaltung stattfinden, auf der die Projektergebnisse präsentiert und diskutiert werden.

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